Ferrata Eterna - Dolomiten Klettersteig auf die Punta Serauta 2945m

Den Klettersteig Eterna hatte ich mir bereits im September 2000 vorgenommen. Auf Grund eines Zündspulenschadens bei meinem neuen Renault Megane musste ich leider erst mal zur Werkstatt. Anschließend war keine Zeit mehr für einen Aufstieg.

Im Sommerurlaub 2003 war ich allein unterwegs. Das war die Gelegenheit mal wieder einen Klettersteig in den Dolomiten zu gehen. Der Ferrata Eterna stand auf meiner Merkliste ganz oben. Ich suchte mir einen Campingplatz in der Nähe - Camping Malga Ciapela Marmolada (1456m). So konnte ich auf ein Fahrzeug verzichten und die Tour ab Zelt starten, was den sportlichen Wert noch steigerte. So kamen noch einmal 800 Hm zum eigentlichen Aufstieg von etwa 750 Hm dazu.

Wanderkarte MARMOLADA-PELMO CIVETTA-NUVOLAU LagirAlpina 1:25000

Tour Ferrata Eterna
Tour Ferrata Eterna
Informationen laut Klettersteigführer

Schwierigkeit: sehr schwierig, ohne Zwischenhalt
Ausgangspunkt: Fedaia Pass 2056 m, Straße SS 641
Höchster Punkt: 2945 m Höhenunterschied: (mit Gegenanstiegen beim Aufstieg) 1000 Hm
Gehzeit: Fedaia Pass - Einstieg 1/2 h, Einstieg - Seilbahnstation 6/7 h

Abgesehen von den ersten 50 Hm gab es erstmal reines Gehgelände. Je näher der Gipfelgrat kam, um so steiler wurde es, also wieder am Seil eingeklinken und hochziehen.

Nach etwas weniger als der Hälfte der Wegstrecke ging es in die rechte Bergflanke der Punta Serauta. Das war dann der eigentlich schwierige und sehr ausgesetze Teil des Weges. Weiter ging es hoch auf einen schmalen Grat, der von Scharten unterbrochen wurde, in die man abklettern musste. Kurz vor Ende gab es noch eine besondere Überaschung - eine senkrechte Wand, in der es auf einer alten Steiganlage aus dem ersten Weltkrieg etwa 10 m hinunter ging.

Via Ferrate Eterna

Für den Aufstieg benötigte ich 3 h inklusive Foto- und Video-Zeit, was der halben Zeit der Angabe im Klettersteigführer entsprach. Auf längeren Strecken entsprach für mich die Schwierigkeit einer Klettertour im I/II. Grad, Stellen III. Die Gehzeit sollte sich nur jemand als Bezug nehmen, der ausreichend Klettererfahrung besitzt. Für Wanderer, die gelegentlich mal etwas Kletterluft schnuppern wollen, dürften 6/7 h realistischer sein.

Abstieg

Eigentlich wollte ich mit der Seilbahn fahren. Es gab aber keinen Ticketschalter. Also machte ich mich auf die Suche nach dem Abstiegsweg. Kurz hinter der Seilbahnstation wurde ich endlich fündig, nachdem ich erst in der falschen Richtung gesucht hatte. Ein Stahlseil war im Fels verankert. Es musste zu dem laut Wanderkarte versicherten Steig gehören. Die Steiganlage befand sich in einem miserablen Zustand. Wurde wahrscheinlich auch nur noch sehr selten begangen. Teilweise hing die Verankerung in der Luft. Dadurch gab es längere Strecken Schlappseil. Weiterhin musste man sehr vorsichtig treten, da der Abstieg über steilen Schutt ging. Da ich allein unterwegs war, störte das aber nicht weiter.