Hochtouren im Berner Oberland

Video Hochtouren im Berner Oberland 2015 (720p/1,5MBit/s)

 

Nach 2009 und 2010 geht es 2015 wieder in das Berner Oberland. Clemens, Holger und ich wollen diesmal auf die beiden 4-Tausender Mönch und Jungfrau.

Wir nehmen aber nicht den teuren kurzen Weg mit der Jungfrau Bahn zum Jungfraujoch und dann direkt zur Mönchsjochhütte auf 3650 m, sondern steigen vom Lötschental zuerst auf die Hollandiahütte auf 3234 m auf. So können wir uns vernünftig an die Höhe anpassen.

Aufstieg zum Mönch, auf dem Gipfelgrat
Aufstieg zum Mönch, auf dem Gipfelgrat

Von der Hollandiahütte machen wir am nächsten Tag eine Akklimatisationstour auf das Mittaghorn 3892 m. Am nächsten Morgen starten wir 5:30 Uhr zur Mönchsjochhütte, die wir nach etwa 7 Stunden erreichen. Da wir mit dem Wetter Glück haben, können wir an den folgenden beiden Tagen die Hochtouren auf den Mönch und die Jungfrau unternehmen. Für die Tour  auf den Mönch starten wir 7 Uhr. 10 Minuten brauchen wir bis zum Einstieg auf den SW Grat. Der Felsen ist noch nass vom nächtlichen Gewitter. Nach zwei Stunden und 400 Höhenmetern stehen wir 9 Uhr auf dem 4107 m hohen Gipfel. Auf dem Gipfelgrat bläst ein unangenehm kalter Wind.

Am nächsten Morgen stehen wir 2:30 Uhr auf. Frühstück gibt es 3 Uhr. 4 Uhr gehen wir los. Holger muss wegen Schmerzen im rechten Bein leider umkehren. Nachdem Clemens und ich den Aufstieg über Schutt und Felsen gut gemeistert haben, erwartet uns am Rottarsattel ein fast senkrechter Wächtenaufstieg. Hier kehren viele um. Mit zwei Eispickeln ist der Aufstieg im weichen Firn für uns kein Problem. Beim weiteren Aufstieg sichern wir über die Sicherungsstangen. 9:30 Uhr stehen bei super Wetter wir auf dem Jungfrau Gipfel auf 4158 m. Eine halbe Stunde genießen wir den grandiosen Rundblick.

Am nächsten Tag geht es zurück zur Hollandiahütte. Wir sind froh, die unfreundliche Mönchsjochhütte hinter uns zu lassen. 6h brauchen wir für die etwa 15 km.

Auf der Hollandiahütte werden wir wieder herzlich vom Hüttenteam  empfangen. Unseren Reservetag nutzen wir noch für eine Überschreitung der Äbeni Flue.